Informationen für Immobilienverwalter

Wenn Wohnungseigentümer ihre Eigentumswohnung vermietet haben, erzielen sie Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung gemäß § 21 EStG. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sind sogenannte Überschusseinkünfte, bei denen die Einnahmen den Ausgaben (Werbungskosten) gegenübergestellt werden und sich rechnerisch somit ein positiver oder negativer Überschuss ergibt. In der Praxis stellt sich für viele Wohnungseigentümer die Frage, in welcher Jahressteuererklärung Zahlungen an die Wohnungseigentümergemeinschaft, die durch die Hausverwaltung treuhänderisch verwaltet wird, anzusetzen sind. Diese Frage beantwortet der § 11 EStG in welchem geregelt ist, in welchem Kalenderjahr beziehungsweise in welcher Jahressteuererklärung die Einnahmen und Ausgaben anzusetzen beziehungsweise abzusetzen sind. So legt § 11 Abs.2 EStG fest, dass Ausgaben für das Kalenderjahr abzusetzen sind, in dem sie geleistet worden sind (Abflussprinzip).

 

Keine Befugnis eines Hausverwalters zu beschränkter Hilfeleistung in Steuersachen wie z.B. die Erstellung von Feststellungserklärungen und Umsatzsteuererklärungen in Bezug auf die verwalteten Objekte.
Thüringer Finanzgericht, 3-K-649/12,Urteil vom 27.11.2013 bestätigt durch den Bundesfinanzhof, VII-R-12/14, Urteil vom 10.032015
Für allgemein anwendbar erklärt durch das Bundesfinanzministerium am 12.02.2016

Informationsblatt für Immobilienverwalter, Stand 23. Mai 2017 (PDF-Datei)

Überblick über haushaltsnahe Dienstleistungen (PDF-Datei)